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05.02.2019

Gebährmutterhaltskrebs durch rechtzeitige Impfung vermeidbar

HPV-Impfung – Gebärmutterhalskrebs vorbeugen

Wer sich rechtzeitig vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegen HP-Viren impfen lässt, kann sich vor Gebärmutterhalskrebs und weiteren Erkrankungen schützen. Das ONKO-Internetportal informiert in seinem Schwerpunkthema im Februar darüber, wie gefährlich HPV-Infektionen sind, für wen die Impfung empfohlen wird und welche Impfstoffe zur Verfügung stehen.

Seit 2006 gibt es eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebsvorstufen und damit auch Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Die Impfung bietet die Chance, Infektionen mit den HP-Viren zu verhindern, die für bis zu 90 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Aktuell erkranken in Deutschland rund 4.600 Frauen pro Jahr an Gebärmutterhalskrebs, etwa 1.500 mit Todesfolge. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch Institut empfiehlt deshalb allen Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren, sich gegen HPV impfen zu lassen.

Nicht jede Infektion mit genitalen HPV-Typen löst Krebsvorstufen aus. Die meisten Infektionen werden durch das Immunsystem frühzeitig erkannt und bekämpft. In etwa 40% der Fälle kommt es jedoch zu langwierigen Infektionen, die wiederum zu Krebsvorstufen und schließlich zu Krebs führen können. Rund 80 Prozent der sexuell aktiven Frauen infizieren sich Schätzungen zufolge im Laufe ihres Lebens mit HPV. Die Zahl der Neuinfektionen ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen am höchsten, da sie die sexuell besonders aktiven Gruppen darstellen. Ab welchem Alter geimpft werden sollte, welche Impfstoffe zugelassen sind und welche Erfahrungen es bislang mit den laufenden Impfschutzprogrammen gibt – darüber berichtet das ONKO-Internetportal in seinem aktuellen Monatsthema unter www.krebsgesellschaft.de/thema_februar2019.


Hinweis:
Bei Interesse am Abdruck des Monatsthemas oder von Teilen des Artikels wenden Sie sich bitte an kirsten.herkenrath@dkg-web.de

Die Reihe „Thema des Monats“ des ONKO-Internetportals richtet sich an Patienten, Angehörige und interessierte Leser. Sie widmet sich 12 Mal im Jahr aktuellen Fragestellungen in den Bereichen Krebserkrankung, Prävention, Vorsorge und Nachsorge.

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